CDU Oberrad

Verkehrsprobleme rund um Gruneliusschule bleiben ungelöst

„Die vorliegende Stellungnahme wird den berechtigten Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Schulgemeinschaft in wesentlichen Punkten nicht gerecht und bleibt insgesamt hinter den Erwartungen an eine lösungsorientierte und engagierte Auseinandersetzung mit der Problematik zurück.“ Mit diesen Worten kommentiert der Vorsitzende der CDU Oberrad, Christian Becker, die Stellungnahme des Magistrats vom 23.03.2026, ST 572.

Die Stellungnahme des Magistrats lässt leider erkennen, dass das notwendige Engagement für die Anwohnerinnen und Anwohner nicht in ausreichendem Maße erkennbar ist. Zwar wird die bestehende Belastungssituation durch den Bring- und Holverkehr angesprochen, jedoch fehlt es an konkreten, verbindlichen Maßnahmen, die zu einer spürbaren Entlastung führen könnten. Insbesondere die Verlagerung von Verantwortung – etwa auf private Eigentümerinnen und Eigentümer zur Sicherung ihrer Stellflächen – erscheint wenig zielführend und lässt die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner mit den praktischen Problemen weitgehend allein. Hier wäre ein deutlich aktiveres Vorgehen des Magistrats erforderlich, um die Interessen der Anwohnerschaft angemessen zu berücksichtigen.

„Darüber hinaus wird die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler nicht ausreichend in den Mittelpunkt gestellt. Gerade im Umfeld eines Schulstandortes muss die Gewährleistung sicherer Wege oberste Priorität haben. Die Ausführungen zur Erprobung von Schulstraßen sowie zu möglichen Schulwegplänen bleiben jedoch sehr allgemein und unverbindlich. Es fehlt an klaren Aussagen dazu, wie kurzfristig konkrete Verbesserungen umgesetzt werden können, um gefährliche Situationen – insbesondere durch den zunehmenden Individualverkehr sogenannter „Elterntaxis“ – wirksam zu reduzieren. Die Einschätzung, Kontrollen hätten nur eine geringe Wirkung, darf nicht dazu führen, dass auf notwendige Maßnahmen weitgehend verzichtet wird“, so Bernd Neumann.

Kritisch zu sehen ist zudem, dass die dargestellten Maßnahmen überwiegend langfristiger oder prüfender Natur sind. Angesichts der bereits bestehenden Belastungssituation ist es jedoch dringend erforderlich, zeitnah wirksame und praktikable Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehören beispielsweise klar geregelte Verkehrsführungen während der Bring- und Holzeiten, verstärkte temporäre Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr sowie eine konsequentere Überwachung bestehender Regelungen – zumindest in besonders kritischen Zeitfenstern.

„Insgesamt vermittelt die Stellungnahme den Eindruck, dass die Problematik zwar grundsätzlich erkannt wurde, jedoch nicht mit der notwendigen Priorität und Entschlossenheit behandelt wird. Es bedarf eines deutlich stärkeren Engagements seitens der zuständigen Stellen, um sowohl die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner als auch die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern“, so Christof Czmok.